Dornau - Thenneberg

Die Kirche zum leidenden Heiland auf der Rast in der Dornau/Thenneberg
Die Kirche zum leidenden Heiland auf der Rast in der Dornau/Thenneberg

Zwischen dem Hocheck und dem Griesberg eingebettet liegt die Dornau, Zentrum der Katastralgemeinde Thenneberg. Die Ansiedlung wurde erstmals 1154 urkundlich erwähnt. Thenneberg war ursprünglich eine reine Bauerngemeinde mit Einzelgehöften. Der Ort verdankt die Bildung des Hauptortes um die Kirche den vielen Pilgern, die die „via sacra" entlangzogen, um die Mutter Gottes im steirischen Mariazeil zu verehren. In der Dornau hatten 1637 Wiener Wallfahrer eine steinerne Säule mit dem leidenden Heiland aufgestellt, die in der Folgezeit ebenfalls ein Gegenstand der Verehrung der vorüberziehenden Wallfahrer wurde. Als Abt Jakob Pach gelegentlich einer Ausfahrt in der Nähe der Säule durch die scheu gewordenen Pferde in Lebensgefahr geraten war, ließ er zum Dank für die glückliche Errettung eine kleine hölzerne Kapelle aufbauen. Bald darauf errichtete Abt Pach etwas unterhalb derselben eine kleine steinerne Kapelle, welche er am 14. September 1766 weihte. Am 21. September 1766 wurde unter großem Andrang des Volkes die Statue des leidenden Heilands in die neue Kapelle übertragen. Da sich diese wegen des steigenden Zuspruches der Gläubigen als zu klein erwies, erweiterte Abt Pach das Bauwerk zu einer Kirche. Neben der Kirche wurde ein mit Bäumen umpflanzter Brunnen angelegt, in der Umgebung entstanden eine Kramerei, ein Wirtshaus und etliche Wohnhäuser.

Die Kirche in der Dornau ist eine doppeltürmige Anlage. Über dem Eingang hängt das Wappen des Erbauers. Das Innere der Kirche wurde einfachgehalten, doch schmücken Fresken von Johann Bergl die Wände und die Decke des regelmäßigen Kreuzgewölbes. Der spätbarocke Zentralraum schließt mit einer Penden-tifkuppel. Eine kuppelig gewölbte Vorhalle und der analoge Chor erweitern das Kircheninnere. Die Seitenaltäre werden beim Eintritt in die Kirche vom Besucher nicht sofort wahrgenommen. Am Hochaltar ist die Statue des leidenden Heilands zu sehen, von der die Kirche ihren Namen ableitet.